Kameraprofilierung Kamerakalibrierung

Unterschied Kameraprofilierung versus Kamerakalibrierung


Die Kamerakalibrierung ist begrifflich geläufiger als die Kameraprofilierung. Was ist aber der Unterschied? Gibt es einen Unterschied? Sobald man eine Definition versucht, kommen weitere Begriffe wie Kamerafarbprofilierung oder auch Kamersensorfarbprofilierung ins Blickfeld. Ohne tiefer einzusteigen könnte man die Kamerakalibrierung eher in Verbindung mit der Technik bringen und die Kameraprofilierung im Bereich der Software ansiedeln. 

Betrachtet man das Thema aus der Sicht der Nutzer oder der Anwendung bzw. der Zielstellung, wird das Thema Kamerakalibrierung eher im industriellen, wissenschaftlichen Bereich zu finden sein. Meist geht einher mit doch relativ statischen Umfeldbedingungen. Hier spricht man dann meist von der definierten Lichtumgebung. Hier ist es noch mit vertretbarem Aufwand möglich, die Kamerakalibrierung durchzuführen. Oft wird die Kamera auch in einem Meßlabor eingemessen. Eine statische Lichtumgebung begünstigt das Verfahren. Die höheren Anforderungen aus der Industrie und Wissenschaft an die Kamerasysteme selbst aber auch an die Umfeldbedingen wie z.B. hohe Geschwindigkeiten, Staub, wechselnde Temperaturen, große Entfernungen, etc. lassen die Kamerakalibrierung zu einer Herausforderung werden. Die Kamerkalibrierung ist daher meist von der Aufgabenstellung abhängig. Viele Verfahren zur Kamerakalibrierung wurden bereits entwickelt.
Einige Verfahren seien genannt:
  • Photogrammetrische Kalibrierung
  • Selbstkalibrierung
  • Kalibrierung nach Zhang
  • Kalibrierung durch reine Rotation der Kamera
  • Kalibrierung mit Hilfe von Fluchtpunkten
  • etc.

Einen Versuch einer Beschreibung des Vorganges kann man hier nachlesen:
https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/kamerakalibrierung/8021

Auszug/Zitat aus vorgenannter Quelle:
"Bestimmung der Daten der inneren Orientierung einer Meßkamera. Die Kamerakalibrierung ist die Voraussetzung für die Rekonstruktion des Aufnahmestrahlenbündels aus den in einem Meßbild gemessenen Bildkoordinaten und damit die Grundlage der photogrammetrischen Bildauswertung. Die Daten der inneren Orientierung einer Meßkamera werden vom Hersteller im Zuge einer Laborkalibrierung unter Verwendung optischer Hilfsmittel wie Goniometer oder Kollimatoren ermittelt. Die Kalibrierung terrestrischer Meßkameras kann außerdem entweder auf der Basis der Aufnahme geometrisch bekannter Punkthaufen (Testfeldkalibrierung) oder integriert in die Auswertung der Bilder eines photogrammetrisch zu erfassenden Objektes erfolgen (Simultankalibrierung)."
Ende Auzug

Allein diese Definition zeigt, dass es ein Thema für Spezialisten auf dieser Welt ist. Ein Name auf diesem Gebiet sei dennoch genannt. Es ist die Firma Image Engineering GmbH & Co. KG aus Kerpen mit Herrn Wüller. Hier kommt eine langjährige Erfahrung und Ingenieursgeist zusammen. Dies natürlich vorwiegend im industriellen Bereich. Dennoch gibt es unsererseits Überlegungen, wann und wie eine Kamerakalibrierung die Kameraprofilierung unterstützen kann. Es ist nicht an den Auswirkungen zu zweifeln. Ob diese gerechtfertigt sind werden die noch zu untersuchenden wirtschaftlichen Bedingungen zeigen.        



Unterschied zwischen Kameraprofilierung und Kamerakalibrierung

 

Bei der Kameraprofilierung handelt es sich meist um den Ansatz der Farbrichtigigkeit. Insofern wäre der Begriff Kamerafarbprofilierung besser. Letztendlich soll aber dabei vereinfacht ausgedrückt der Einfluss des Kamerasensors mit dem Bayer Pattern oder Bayer Filter eliminiert werden. Oft wird dieser auch als Bayer Sensor bezeichnet, der aber auch durch das Objektiv noch beeinflusst wird. Dieser Fotosensor ist schachbrettartig bestückt mit einer Art Farbfilter, der aus jeweils 2 Anteilen Grün und je einem Anteil Rot und Blau besteht. Daraus werden dann in einem "geheimen Verfahren" die Farben errechnet. Das führt dann eher zu dem Begriff Kamerasensorfarbprofilierung, den wir auch gerne so verwenden.

Das dies aber trotzdem nicht die Wahrheit ist hinsichtlich der Farben, liegt an der Tatsache, dass die Kamerahersteller ihr "eigenes Ding" machen. Sie definieren wie die richtige Farbe auszusehen hat. Jeder Kamerahersteller vertritt da seine eigene "Weltmeinung". Und diese Definition ist dann streng geheim und wird gehütet.
Und diese Weltfarben eines Fotos können in Asien anders sein als in Europa. So wie es ja auch unterschiedliche Farbräum gibt, die diesem Umstand berücksichten. Selbst bei den Leuchtmitteln und der CRI Norm ist diese Vorgehensweise zu beobachten.
Falls Sie jetzt Fragen haben, können Sie diese gern per EMail an uns richten.

Unterschied Kameraprofilierung versus Kamerakalibrierung

Zurück zur Kamerafarbprofilierung. Letztendlich finden sie diese "Fehlfarben", so nennen wir die Umsetzung der fotorealisitischen Sicht, im RAW File wieder. Und jetzt dürfte es jedem dämmern. Im Raw-File ist nicht die Wahrheit enthalten. Davon gehen aber >90% der Fotografen aus. Die Prozentmarke ist sicher nicht richtig, eignet sich aber um auf das Problem aufmerksam zu machen. Jetzt könnte man sich noch über die 10% unterhalten, also die Fotografen, die sich schon mit der Kamerakalibrierung und vielleicht auch mit der Kameraprofilierung beschäftigt haben. Eine Aufteilung in gescheiderte Fotografen und Fotografen, die das Thema unter konstanten Lichtbedingungen berherrschen wäre der erste Ansatz. Beide Gruppen dürften sich aber mit den widrigen Voraussetzungen herumgeschlagen haben. Erst mit dem Jahreswechsel 2019 / 2020 dürfte hier der Durchbruch gelungen sein. Die Software basICColor input6 und Capture One haben dazu beigetragen. Allein die Software ist es aber nicht. Das Wissen um die Kamer-/Objektivtechnik gepaart mit der richtigen Vorgehensweise macht es möglich, dass man jetzt auch Outdoor arbeiten kann. Also unter wechselnden Lichtbedingungen in schwierigen Farbumgebungen.

Wenn Sie diese Erfahrungswerte übernehmen möchten, können Sie das in Form von Seminaren erhalten

Eine Regel könnte lauten: Ab 24 Megapixel lohnt es sich.

Die Kamerafarbprofilierung ist eingebettet in das Konzept #FinaleKomposition.

Damit spannen Sie den Bogen von der Aufnahme, also der Komposition bis zur Hängung mit der Betonung auf dem Beleuchtungslicht.

Begriffe rund um den Themenkomplex Kamerakalibrierung     
 

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